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VORSICHT WECHSELWIRKUNGEN! BEI COPD AUCH AUF DIE SCHILDDRÜSE ACHTEN

Eine Unterfunktion der Schilddrüse kann den Krankheitsverlauf von Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenkrankheit (COPD) negativ beeinflussen. Husten und Atemnot verschlimmern sich, und es bildet sich vermehrt zäher Schleim. Daher sollten Betroffene bei Verdacht auf eine Schilddrüsenunterfunktion die Schilddrüsenwerte im Blut kontrollieren lassen.

Die COPD ist ein Sammelbegriff für eine Gruppe von chronischen Krankheiten der Lunge, die durch Husten, vermehrten Auswurf und Atemnot bei Belastung gekennzeichnet sind. Umgangssprachlich bezeichnet man die Erkrankung auch als „Raucherlunge“, da Rauchen die häufigste Ursache ist. CODP ist nicht heilbar, jedoch lässt sich durch eine geeignete Therapie das Fortschreiten der Erkrankung mindern und die Symptome verbessern. Dazu gehören auch die Kontrolle der Schilddrüse sowie die Behandlung einer eventuellen Schilddrüsenunterfunktion, wie eine Studie kürzlich gezeigt hat. Die Wissenschaftler beobachteten, dass sich mit zunehmendem TSH-Spiegel im Blut als Marker für eine Schilddrüsenunterfunktion der chronische Husten der Patienten und damit auch die Sterblichkeit erhöhten.

ALLTAGSBESCHWERDEN ERNST NEHMEN

Doch Schilddrüsenunterfunktionen bleiben auch bei COPD-Betroffenen bislang oft unerkannt. Grund dafür sind die unspezifischen Symptome, mit denen sich die Krankheit ankündigt. Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Antriebslosigkeit und häufiges Frieren werden oft als harmlose Alltagsbeschwerden abgetan. Besonders COPD-Patienten sollten daher diese Anzeichen ernst nehmen und ihre Schilddrüsenfunktion kontrollieren lassen. Bestätigt sich der Verdacht auf eine Schilddrüsenunterfunktion, ist diese durch die Einnahme von Schilddrüsenhormonen einfach in den Griff zu bekommen.

Quellen:

http://www.lungenaerzte-im-netz.de/lin/linaktuell/show.php3?id=2471&nodeid=18&nodeid=18&query=schilddr%FCse

Sevinc Sarinc Ulasli et al. (2013) Effect of thyroid function on COPD exacerbation frequency: a preliminary study. Multidisciplinary Respiratory Medicine 2013, 8:64 doi:10.1186/2049-6958-8-64

Letzte Aktualisierung: 15.08.2018