Kalte Knoten

Kalte Knoten

Wie gefährlich sind kalte und heiße Knoten? Ist eine Operation wirklich notwendig?

Knoten im Schilddrüsengewebe kommen häufig vor. Nicht alle Knoten müssen operiert werden. Heiße Knoten sind besonders aktive Bereiche in der Schilddrüse. Sie lagern unkontrolliert Jod ein und produzieren damit im Übermaß Hormone. So kommt es zu einer Schilddrüsenüberfunktion mit Beschwerden wie z. B. innerer Unruhe, starkem Schwitzen, Schlaflosigkeit. Heiße Knoten sind gutartig, so dass nicht in jedem Fall operiert werden muss, sondern zunächst auch eine medikamentöse oder eine Radiojodbehandlung möglich ist. Kalte Knoten sind dagegen Gewebeveränderungen ohne Funktion innerhalb der Schilddrüse. Sie produzieren keine Hormone, sind also inaktiv. Bei dieser Art von knotigem Gewebe kann es in sehr seltenen Fällen zu krebsartigen Veränderungen kommen. Bei kalten Knoten ist es deshalb ratsam, die Schilddrüse operieren zu lassen, eine medikamentöse Behandlung ist hier nicht möglich.

Was ist zu tun, wenn nach der Diagnose eines kalten Knotens der Knoten wächst und Atembeschwerden auftreten?

Wenn die Knoten wachsen, die Atembeschwerden durch die Schilddrüse bedingt sind und zunehmen, ist eine Operation im Allgemeinen unumgänglich. Vereinbaren Sie einen Termin mit einem Chirurgen, dem Sie auch die Szintigraphie vorlegen sollten. Er wird Sie nochmals genau untersuchen, bevor eine Entscheidung getroffen wird, ob eine operative Entfernung des Knotens erforderlich ist. Da kalte Knoten in sehr seltenen Fällen zu bösartigen Veränderungen neigen können, sollten sie daraufhin genauestens abgeklärt werden. Möglicherweise kann dies durch eine nahezu schmerzlose Feinnadelpunktion vor der Operation oder durch eine Gewebeuntersuchung im Rahmen der Operation erfolgen.

Was sind Zysten und müssen sie behandelt werden?

Zysten besitzen keinerlei Funktion und zählen daher zu den „kalten Knoten“. Meist handelt es sich dabei um einen mit Flüssigkeit gefüllten Hohlraum. Bei kleineren Zysten wird von außen eine Punktion – ähnlich einer Blutabnahme – durchgeführt, um sowohl den Inhalt zu untersuchen als auch die Zyste zu entleeren. Größere Zysten werden operativ entfernt.

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