Heiße Knoten

Heiße Knoten

Wie gefährlich ist eine vergrößerte Schilddrüse mit gleichzeitig heißem Knoten?

Viele Menschen hierzulande nehmen über viele Jahre zu wenig Jod mit der Nahrung zu sich. So fehlt der Schilddrüse ein wichtiger Ausgangsstoff, um Schilddrüsenhormone zu bilden. Diesen Mangel versucht die Schilddrüse häufig auszugleichen, indem sie wächst. Es bildet sich ein Kropf. In einer solchen vergrößerten Schilddrüse bilden sich zusätzlich häufig Knoten. Heiße Knoten produzieren ungesteuert Hormone, so dass es zu einer Schilddrüsenüberfunktion kommt. Der Körper arbeitet dann ständig auf Hochtouren und wird dadurch stark belastet. Deshalb sollten heiße Knoten zunächst mit Arzneimitteln behandelt, später aber dann radioaktiv behandelt werden. Heiße Knoten lösen also eine Stoffwechselstörung im Körper aus, sind in aller Regel aber gutartig.

Ist eine Radiojodbehandlung bei heißen Knoten gefährlich?

In eine Radiojodbehandlung können Sie volles Vertrauen haben. Es handelt sich hierbei um eine schmerzlose, ungefährliche und seit langer Zeit bewährte Methode. Sie bekommen eine genau berechnete schwach radioaktive Dosis Jod in Form einer Kapsel zum Schlucken. Dieser Stoff gelangt nur in die überaktiven Zellen des heißen Schilddrüsenknotens und vernichtet diese. Die ausgesandte Strahlung wirkt lediglich ein bis zwei Millimeter weit, so dass Nachbarorgane nicht geschädigt werden. Während der Behandlung bleiben die Patienten drei bis fünf Tage auf der nuklearmedizinischen Station einer Klinik. Die Radiojodtherapie zerstört die erkrankten Bereiche der Schilddrüse und normalisiert so auch eine bestehende Überfunktion, die durch die heißen Knoten bedingt sein kann.

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