Hashimoto-Thyreoiditis

Hashimoto-Thyreoiditis

Was ist Hashimoto?

Hashimoto-Thyreoiditis ist eine chronische Entzündung der Schilddrüse, verursacht durch körpereigene Antikörper. Das Immunsystem des Körpers richtet sich gegen die eigene Schilddrüse, greift sie an und löst eine Entzündungsreaktion in dem Organ aus. Dabei kann es allmählich zur völligen Zerstörung der Schilddrüse kommen. Da im Verlauf der Hashimoto-Thyreoiditis die Schilddrüse zu wenig und irgendwann gar keine Hormone mehr produziert, besteht die Gefahr einer Schilddrüsenunterfunktion. Sie müssen deshalb regelmäßig Ihre Schilddrüsenfunktion untersuchen lassen. Fehlende Schilddrüsenhormone können durch Tabletten ersetzt werden.

Postpartale Thyreoiditis

Auch bei postpartaler Thyreoiditis, welche etwa jede zehnte Frau in den ersten sechs Monaten nach der Entbindung entwickelt, handelt es sich um eine Autoimmunthyreoiditis, die meist aber nur passager zu einer Schilddrüsenunterfunktion führt.

Muss man bei Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis immer Tabletten einnehmen?

Bei der Hashimoto-Thyreoiditis handelt es sich um eine Autoimmunkrankheit, also eine durch Antikörper hervorgerufene Schilddrüsen-Entzündung. Sie kann auch durch eine Schwangerschaft ausgelöst werden. Da die Schilddrüse im Verlauf der Hashimoto-Thyreoiditis schrumpfen kann, wird sie dann nicht mehr ausreichend Schilddrüsenhormone produzieren. Diesen Mangel müssen Sie zeitlebens mit Schilddrüsenhormontabletten ausgleichen: Hier werden dem Körper lediglich lebensnotwendige Hormone zugeführt, welche er zuvor noch selbst in ausreichender Menge gebildet hat.

Wirkt sich Hashimoto-Thyreoiditis negativ auf die Lebenserwartung aus?

Nein, Ihre Lebenserwartung mit Hashimoto-Thyreoiditis ist nicht eingeschränkt und die richtige Behandlung hilft Beschwerden bald zurückzubilden. Ihre Schilddrüse ist durch die Hashimoto-Thyreoiditis geschrumpft und produziert weniger eigenes Hormon. Diese Schilddrüsenunterfunktion wird durch Schilddrüsenhormonpräparate wieder ausgeglichen, welche Sie regelmäßig einnehmen müssen. Der Arzt findet gemeinsam mit Ihnen dabei die richtige Dosis des Schilddrüsenhormons. Da die Krankheitsursache für Hashimoto-Thyreoiditis nicht geheilt werden kann, müssen Sie das Medikament zeitlebens einnehmen, um keine erneuten Beschwerden zu bekommen.

Kann eine unregelmäßige Regel an Hashimoto-Thyreoiditis liegen?

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion durch die Hashimoto-Thyreoiditis kommt es häufig auch zu Fehlregulationen der weiblichen Hormone. Dies äußert sich überwiegend in Regelblutungs-Störungen. Neben verlängerten Zyklen können auch verkürzte Zyklen, Zwischenblutungen oder Dauerblutungen auftreten. Auch ihr völliges Ausbleiben ist möglich. Häufig ist eine Schilddrüsenunterfunktion auch Grund dafür, dass das Wunschkind ausbleibt. Wird die Schilddrüsenunterfunktion ausreichend mit Schilddrüsenhormonen behandelt, ist eine Normalisierung der Zyklusstörungen zu erwarten. Anderenfalls sollte ein endokrinologisch erfahrener Frauenarzt hinzugezogen werden, um weitere Ursachen auszuschließen.

Ist es richtig, dass man bei Hashimoto-Thyreoiditis auf zusätzliche Jodgaben verzichten soll?

Lediglich größere Mengen an Jod (z. B. in Form von Jodid-Tabletten oder durch Röntgenkontrastmittel) können Hashimoto-Thyreoiditis verstärken und sollten deshalb vermieden werden. Vereinzelt werden jedoch Hashimoto-Kranke gewarnt, überhaupt Jod aufzunehmen: Dies ist medizinisch nicht richtig. Eine Zufuhr bis zu 200 Mikrogramm pro Tag sind in aller Regel unbedenklich – eine übliche Menge, die in etwa mit der Nahrung erreicht wird. Je nachdem wie stark die Erkrankung bereits ausgeprägt ist, kann es beispielsweise für Schwangere sogar sinnvoll sein, Jod in geringen Mengen einzunehmen. Dies sollte dann der Arzt aufgrund einer Antikörperbestimmung des Blutes entscheiden; meist verordnet er in diesem Fall Jod zusammen mit dem Schilddrüsenhormon T4.

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