Schilddrüsenunterfunktion

Schilddrüsenunterfunktion

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion werden in der Schilddrüse zu wenig Schilddrüsenhormone gebildet und der Körper ist unzureichend damit versorgt. Dieser Mangel bei einer Schilddrüsenunterfunktion führt zu einer Verlangsamung der Körperfunktionen – der gesamte Stoffwechsel läuft auf „Sparflamme“. Eine Schilddrüsenunterfunktion kann als Folge einer Schilddrüsenentzündung (z. B. Hashimoto-Thyreoiditis), Operation oder Radiojodbehandlung auftreten, aber auch angeboren sein. Die Betroffenen sind extrem kälteempfindlich und frieren leicht, leiden unter dauernder Müdigkeit und Antriebsschwäche, Konzentrations- und Gedächtnisschwierigkeiten, nachlassender Leistungsfähigkeit, einen verlangsamten Puls und Wassereinlagerungen an verschiedenen Stellen des Körpers, z. B. Lidschwellungen. Sie nehmen häufig an Gewicht zu, obwohl sie nicht anders essen als vorher. Eine raue Stimme, kalte, trockene, schuppende und blassgelbe Haut, Verstopfung, Zyklusstörungen und Unfruchtbarkeit, Libido- und Potenzstörungen sind ebenfalls Zeichen der Schilddrüsenunterfunktion. Babys und Kleinkinder fallen u. a. durch Trinkschwäche, vermehrtes Schlafbedürfnis, besonderes „Bravsein“ sowie geistige und körperliche Entwicklungsstörungen auf. Eine leichte Schilddrüsenunterfunktion ist besonders bei älteren Menschen ein häufiges Krankheitsbild und wird aufgrund der allgemeinen Beschwerden oft mit Alterserscheinungen oder bei Frauen als Wechseljahresbeschwerden fehlgedeutet und häufig zu spät behandelt. Doch selbst wenn eine Schilddrüsenunterfunktion nur leicht ausgeprägt ist, kann sie doch langfristige Folgen haben: Durch den verlangsamten Stoffwechsel steigen die Blutfettwerte und damit auch das Risiko von Gefäßablagerungen (Atherosklerose) mit entsprechenden Folgeerkrankungen, wie z. B. Herzinfarkt.


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